Wiederkehr.

Anfang des Verses basiert auf der Tatsache, dass Gott überall ist. Seine Anwesenheit aber oft ungreifbar ist. Weil Gott den Wesen so nah ist, kann man sich daran mehr gewöhnen, als an alle Dingen auf der Welt.
۱- Erstem Teil des Verses wird Gott wie ein Wind beschreibt, der die leiseste von allen ist und durch die Häuser weht d.h. der Gott ist überall. Eine Adjektivmetapher ist hier verwendet.
۲- Die Gewöhnung an Gott ist hier mit der Gewöhnung an den Blick im Buch vergleichen, um die Annährung zum Gott zu beschreiben. Dieser Teil dient als eine dichterische Metapher.
۳- „Der Ding“ weist auf die Lebewesen hin. Diese poetische Metapher ist typisch für Rilkes.
۴- Hier wird “Gott” mit der „lauten lichten Rehe“ vergleichen, um seine Freiheit und Unabhängigkeit zu beschreiben und dagegen hat der Mönch sich selbst als ein Wald bezeichnet, der dunkel und begränzt ist, um die Beschränkung des Menschen zu zeigen.
۵- Die Metapher „Rad“ bedeutet, dass der Gott “Meister der Welt” ist und zeigt die Macht und Kraft Gottes, wodurch wir reifen und wovon alle abhängig sind. Die Menschen nur mit seiner Hilfe und Unterstützung reifen und vollenden. Der Rad gilt hier als eine substantivische Metapher.

۴۶
Du bist der Tiefste, welcher ragte,

der Taucher und der Türme Neid1.

Du bist der Sanfte, der sich sagte,

und doch: wenn dich ein Feiger fragte,

so schwelgtest du in Schweigsamkeit.
Du bist der Wald der Widersprüche2.

Ich darf dich wiegen wie ein Kind,

und doch vollziehn sich deine Flüche,

die über Völkern furchtbar sind.
Dir ward das erste Buch geschrieben,

das erste Bild versuchte dich,

du warst im Leiden und im Lieben,

dein Ernst war wie aus Erz getrieben3

auf jeder Stirn, die mit den sieben

erfüllten Tagen4 dich verglich.
Du gingst in Tausenden verloren,

und alle Opfer wurden kalt;

bis du in hohen Kirchenchoren

dich rührtest hinter goldnen Toren;

und eine Bangnis, die geboren,

umgürtete dich mit Gestalt.

۱- Gott wird als „Der Tiefste“(Adjektivmetapher) bezeichnet . Es scheint, alsob “Der Tiefste” das tiefste und innerste Gefühl des Menschens sei, das nur seltern erkannt würde. Mit Verwendung die Wörter wie „Der Taucher“ und „Der Türme“ möchte der Dichter hier der Tiefe zeigen. Sie sind alle typisch, adjektivische Metapher.
۲- „Wald der Widerspürche“ weist auf die vielen Aspekte und Dimensionen Gottes Wesens hin, die man nicht wahrnehmen kann. Die Verbindung dient hier als eine Hyperbel. Hyperbel bedeutet “starke Übertreibung”.
۳- Gottes Ernst wurde hier mit „Aus Erz getrieben“ vergleichen, um die Stärke und Stabilität seiner Ernsthaftigkeit zu beschreiben, die so stark sei, dass ihm niemand widerstanden kann.
۴- “Sieben erfüllte Tagen” ist eine Periphrase* von den Erschöpfungstagen. “Sieben” ist ein mythischer Zahl. Hier wurde eine mythische Metapher verwendet.

_________________________________
*: Periphrase bedeutet die Umschreibung eines Begriffs durch Einzelmerkmale.
۴۷
Ich weiß: Du bist der Rätselhafte,

um den die Zeit in Zögern stand1.

O wie so schön ich dich erschaffte

in einer Stunde, die mich straffte,

in einer Hoffart meiner Hand2.
Ich zeichnete viel ziere Risse3,

behorchte alle Hindernisse3, –

dann wurden mir die Pläne krank4

es wirrten sich wie Dorngerank5

die Linien und die Ovale,

bis tief in mir mit einem Male

aus einem Griff ins Ungewisse

die frommste aller Formen sprang5.
Ich kann mein Werk nicht überschaun

und fühle doch: es steht vollendet.

Aber, die Augen abgewendet,

will ich es immer wieder baun.

۱- Gott, du bist so geheimnisvoll, dass Menschen nicht imstande sind, dein Wesen wahrzunehmen. Hier ist “Adjektivmetapher” Verwendet.
۲- Der Mönch sagt zu Gott : „Ich habe es aber geschafft, dich zu erkennen“. Eine Privatmetapher wurde hier verwendet.
۳- „Ziere Risse“ ist hier “Adjektivmetapher” und verdeutlicht die Mühe, die der Mönch hatte, sein Gott im Gedanken zu visualisieren. Um sein Ziel zu erreichen, macht er auf alle Schranken aufmerksam. Hier werden die Schranken als “Hindernisse” bezeichnet.
۴- „Wurden mir die pläne krank“ ist die Metapher, die typisch für Rilke ist (poetische Metapher) und heißt, dass alle seine Absichten nicht verwirklicht werden, sein Plan führt zu Misserfolg und Ausfall.
۵- Und weiter sagt der Dichter: „Es wirrten sich wie Dorngerank“ d.h.
alles wird durcheinander und chaotisch. Neben der Unordnung, stammt die Frömmigkeit, plötzlich und unbewusst. „Dorngerank“ ist ein Vergleich für Unordnung und Chaos. Selbst wenn in meinem Gedanken der Chaos herrsche, würde sich das Gottes Bild in seinem Sinn gestalten und es sei unglaublich.

۴۸
So ist mein Tagwerk, über dem

mein Schatten liegt wie eine Schale1.

Und bin ich auch wie Laub und Lehm1,

sooft ich bete oder male,

ist Sonntag, und ich bin im Tale

ein jubelndes Jerusalem2.
Ich bin die stolze Stadt des Herrn2

und sage ihn mit hundert Zungen3;

in mir ist Davids Dank verklungen:

ich lag in Harfendämmerungen

und atmete den Abendstern3.
Nach Aufgang gehen meine Gassen.

Und bin ich lang vom Volk verlassen,

so ist’s: damit ich größer bin.
Ich höre jeden in mir schreiten

und breite meine Einsamkeiten

von Anbeginn zu Anbeginn.

Dieser Vers basiert auf der Davidsgeschichte. In der Antike erzählt, dass David der König von Juda war. Er schaffte der Jeursalem befreien. Er befreite die Lande des Testament, der “Die Zehn Gebote” und ” Der Mosesgewand” , enthält, zum Jerusalem bringen und im neuen Gotteshaus aufhängte. Sein Sohn Soleiman hat seinen Weg fortgeführt, die Stadt Jerusalem erweitert und den Heiligen Tempel(als erster Tempel) in diesem Stadt erbaut.
۱- „Mein Schatten liegt wie eine Schale“ bedeutet, meine Inneres ist etwas anderes als mein Äußeres. Das Aussehen des Mensch wurde hier mit einer Schale vergleichen, die das wahre Dimension des menschlichen wesens verdeckt, wie eine Knospe, die hinter dem Laub und Lehm verbirgt bleibt, d.h. die Wirklichkeit menschlichen Wesen ist in seiner Inneren hinter seinem Aussehen verstecht.
۲- Der Mönch weist in diesem Vers auf die Stadt „Jerusalem“ und bezeichnet sie als „Die stolze Stadt des Herrn“ hier wurde die Adjektivmetapher verwendet. “Herrn” bedeutet der Gott und die Stadt wird wegen der großen Änderungen „Stolze Stadt“ gennant und in der Stadt gefeiert. Der Dichter hat sich als “Der jerusalem der jubelndes” bezeichnet.
۳- „Hundert Zunge“ dient hier als Hyperbel.(s. S. 58)
۴- „Der Stadt Jerusalem liegt in Dämmerung und atmete den Abendstern“, dient hier als Satzmetapher und bedeutet nach dem großen Fest in Jursalem, ruht die Stadt. “Der Abendstern” ist eine Periphrase vom “Davidstern” und der Satz ist die Privatmetaher. „atmen den Abendstern“ dient hier als die Synästhesie.(s. S. 74)

۴۹
Ihr vielen unbestürmten Städte1,

habt ihr euch nie den Feind ersehnt?

O daß er euch belagert hätte

ein langes schwankendes Jahrzehnt1.
Bis ihr ihn trostlos und in Trauern,

bis daß ihr hungernd ihn ertrugt;

er liegt wie Landschaft vor den Mauern2,

denn also weiß er auszudauern

um jene, die er heimgesucht.
Schaut aus vom Rande eurer D
ächer3:

da lagert er und wird nicht matt

und wird nicht weniger und schwächer

und schickt nicht Droher und Versprecher

und Überreder in die Stadt.
Er ist der große Mauerbrecher4,

der eine stumme Arbeit hat.

۱- „Unbestürmten Städte“ dient hier als eine Adjektivmetapher und weist auf die ruhige Momente in einem Ort hin und „Schwankendes Jahrzehnt“ gilt hier als die Adjektivmetapher und bedeutet die Zeiten, in denen, viel Unruhe und Krieg geschieht.
۲- Gott ist hier als „Landschaft vor dem Mauern“ bezeichnet und es ist eine Substantivmetapher und bedeutet, dass Gott wie eine Hoffnung vor den Hindernisse und den weltlichen Einschränkungen sei.
۳- „Schaut aus vom Rande erurer Dächer“ bedeutet, mit Hilfe der Einblicke und Erkenntnisse kann man göttliche Macht als durchschaubar erkennen.

۴- „Der große Mauerbrecher“ ist die periphrase vom Gott. Die phrase kann auch als Adjektivmetapher betrachtet werden,weil der Gott das Symbol der Macht ist und alles tun kann. Er ist in der Lage, alle Einschränkungen zu zerstören.

۵۰
Ich komme aus meinen Schwingen heim1,

mit denen ich mich verlor.

Ich war Gesang, und Gott, der Reim2,

rauscht noch in meinem Ohr.
Ich werde wieder still und schlicht,

und meine Stimme steht;

es senkte sich mein Angesicht

zu besserem Gebet3.

Den andern war ich wie ein Wind,

da ich sie rüttelnd rief4.

Weit war ich, wo die Engel sind,

hoch, wo das Licht in nichts zerrinnt –

Gott aber dunkelt tief5.
Die Engel sind das letzte Wehn6

an seines Wipfels Saum;

daß sie aus seinen Ästen gehn7,

ist ihnen wie ein Traum.

Sie glauben dort dem Lichte mehr

als Gottes schwarzer Kraft8,

es flüchtete sich Luzifer

in ihre Nachbarschaft.
Er ist der Fürst im Land des Lichts9,

und seine Stirne steht

so steil am großen Glanz des Nichts,

daß er, versengten Angesichts,

nach Finsternissen fleht.

Er ist der helle Gott der Zeit,

zu dem sie laut erwacht,

und weil er oft in Schmerzen schreit

und oft in Schmerzen lacht,

glaubt sie an seine Seligkeit

und hangt an seiner Macht.
Die Zeit ist wie ein welker Rand10

an einem Buchenblatt.

Sie ist das glänzende Gewand11,

das Gott verworfen hat,

als Er, der immer Tiefe war,

ermüdete des Flugs

und sich verbarg vor jedem Jahr,

bis ihm sein wurzelhaftes Haar12

durch alle Dinge wuchs.

In diesem Gedicht werden Gott und Luzifer in einem ungewöhnlichen und wertfreien Bild gegenüber gestellt, das Luzifer als „Fürst im Land des Lichts“ und als „Der helle Gott der Zeit“ darstellt, während Gott mit „Dunkel tief“ beschreiben wird.
۱- „Schwingen Heim“ ist hier eine Verbmetapher und beschreibt die illusorischen Situation, in der man sich verliert, dennoch zum Gott zurückkehrt.
۲- „Ich war Gesang, und Gott der Reim“ ist ein Vergleichsbild einer Bildgruppe und erwähnt die Tatsache, dass Gott ein Teil der Menschenseele ist und man die göttliche Wirkungen in seinem Innern fühlen kann.
۳- Das heißt, ich kehre nochmal, besser als zuvor zum Gott zurück und verehre ihn. Diese Phrase kann als eine “Satzmetapher” betrachtet werden.
۴- Im ersten Teil des Satzes ist ein Vergleich erkennbar und im zweiten Teil „rüttelnd rief“ eine Synästhesie.(s. S. 74)
۵- In diesem Teil des Verses wird “Gott” als „Dunkel tief“ bezeichnet. Es ist eine ungewöhnliche Illustration und Beschreibung Gottes. Sie gilt als eine poetische Metapher.
۶- „Die Engeln sind das letzte wehen“ ist eine dichterische Metapher und bedeutet die himmliche Engeln, die Gottes letzte Hoffnung sind, gehen weg von ihm und neigen zu Lichte(Symbol von Luzifer).
۷- „Dass sie aus seinen Äste gehn“ hat die gleiche Bedeutung .(Siehe No.4)

۸- „Gottes schwarzer Kraft“ ist eine ungewöhnliche Beschreibung von der Gottes Kraft und es ist ein Symbol, das der Dichter hier verwendet, um Gott und Luzifer gegenüber zu beschreiben. Es kann eine Ironie* sein.
۹- Wie voher erwähnt wurde, „Fürst des Land der Lichts“ ist eine Ironie vom Luzifer.
۱۰- „Welker Rand an

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